Aktuell

Voraussichtlich noch bis Ende März dauern die Bauarbeiten an der Treppe zum Schulberggelände. Doch bis die Fußgänger dann oberhalb der ehemaligen Stadtmauer entlang flanieren können, wird noch einige Zeit vergehen. Das Land saniert momentan die Stützmauern im oberen Teil des Schulbergs. Der untere Teil des Hangs, der der Stadt gehört, wird dann von Mai bis Ende Oktober saniert. Während dieser Zeit wird auch am Fußweg hinter den Zinnen der historischen Stadtmauer gearbeitet. Der Verkehr in der Mühlstraße wird von den Bauarbeiten am Hang nicht nennenswert behindert.

Der Treppen-Neubau wird mit Landesmitteln zu rund 60 Prozent unterstützt, da die Erschließung neuer Wege die Infrastruktur der Altstadt stärkt. Zum Gesamtprojekt „Schulberggärten“ gehören zudem die Sanierung der einsturzgefährdeten historischen Weinbergmauern entlang des Schulbergs, zwei weitere Zugänge am oberen Ende der Mühlstraße und an der Pfleghofstraße sowie die verbindenden Wege.

Ausgangslage

Die Mühlstraße wurde 2009 und 2010 umgebaut. Umfangreiche Sanierungsarbeiten sichern seither die denkmalgeschützte Stadtmauer. Eine neue, helle Straßendecke lässt die enge Mühlstraße weiter erscheinen, Busse und andere Fahrzeuge passieren einander ungehindert und dennoch teilen sich Radfahrer und Passanten einen deutlich verbreiterten Geh- und Radweg. Wenn die frisch gepflanzten Platanen ihr grünes Dach entwickeln, wird die Mühlstraße noch mehr Charme entfalten.

In einem nächsten Schritt müssen  die historischen Stützmauern oberhalb der Straße saniert werden, da sie vom Verfall bedroht sind. Dafür sind Stadt und Land gemeinsam verantwortlich. Die Mauern sind Teil der Schulberggärten, die sich in Terrassen oberhalb der Mühlstraße entlang ziehen. Dieser vergessene Grünzug liegt derzeit im Verborgenen. Die Schulberggärten sind für niemanden erreichbar, das Areal ist von Brombeeren überwuchert, die Staffeln und Mauern sind dem Verfall preisgegeben.

Das möchte die Stadtverwaltung ändern. Sie möchte die Schulberggärten für die Tübingerinnen und Tübinger öffnen und plant dazu Zugänge vom oberen und unteren Ende der Mühlstraße. Das untere Tor zu den Schulberggärten ist die geplante Treppe.

Um die Treppe, die der Gemeinderat im Juli 2010 beschlossen hat, war in der Stadt ein Streit entbrannt. Ist die Treppe nötig? Gibt es bessere Alternativen? Ist das nicht viel zu teuer? Auf dieser Internetseite finden Sie die Argumente und Fakten.